Türschwenkbereich, 2014

Objekt, 85x85x205cm
Material: Haustüre, Holz, Weissputz, Beton

Der Schwenkbereich einer Türe wird in architektonischen Grundrissplänen als Viertel eines Kreises dargestellt. Die darin enthaltene Fläche kann im Unterschied zur übrigen Fläche nicht als Wohnbereich genutzt werden – es sollen dort keine Möbel platziert werden und man kann sich nicht in diesem Bereich aufhalten.

Mit der dreidimensionalen Umsetzung des Grundrisses einer Tür wird ein Raum geschaffen, der nur aus ebendiesem Volumen besteht. Die im Raum eingeschlossene Luft reguliert die Geschwindigkeit beim Aufmachen der Türe. Zu starker Druck wird abgebremst und ein Widerstand ist spürbar. Die Luft entweicht durch die sich bildende Öffnung und weht dem Eintretenden entgegen. Der Raum, der sich hinter der verschlossenen Türe befindet, wird beim Öffnen immer kleiner und scheint in der Rückwand zu verschwinden.

Man kann das Volumen zwar betreten, aber die Türe nicht hinter sich schliessen – somit bleibt der Raum dem Eingetretenen vorenthalten.